Seit über 30 Jahren
gibt es in Freiburg emanzipatorisch-parteiliche Mädchenarbeit – um Mädchen und jungen Frauen einen Raum anzubieten, in dem sie sich jenseits der einschränkenden Rollenerwartungen an sie entwickeln können.
Vor über 25 Jahren
wurde das Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG) verabschiedet, das allen Jugendhilfe-Trägern zur Aufgabe macht, die unterschiedlichen Lebenslagen von Mädchen und Jungen zu berücksichtigen, Benachteiligungen abzubauen und die Gleichberechtigung zu fördern.
Vor über 15 Jahren
verabschiedete der Freiburger Jugendhilfeausschuss (heute: KJHA) mit großer Zustimmung die Freiburger Leitlinien zur Mädchenarbeit – um Mädchenarbeit und eine geschlechtssensible Pädagogik mit Blick auf Mädchen als Querschnittsaufgabe der Jugendhilfe hier vor Ort nachhaltig zu verankern.
Die Leitlinien
sind eine Anleitung für alle Jugendhilfe-Träger, wie Einrichtungen und Angebote mädchengerecht gestaltet werden können. Gleichzeitig sehen die Leitlinien eine wirksame Vernetzungsstruktur für die Qualifizierung und Weiterentwicklung der Freiburger Mädchenarbeit vor: Bei der AG Mädchen in der Jugendhilfe laufen die Fäden aus den verschiedenen Facharbeitskreisen und Arbeitsfeldern zusammen.
Heute: Hurra!
kann die AG Mädchen stolz verkünden: Es weht frischer Wind! Nach einer langen Durststrecke ohne jegliche finanziellen Mittel ist es uns endlich gelungen, eine städtische Finanzierung für die Jahre 2015/2016 zu erkämpfen! Die systematische Arbeit kann wieder intensiviert und zentrale Aktivitäten wie die Treffen der Ansprechpartnerinnen im Rahmen der Leitlinien können wieder aufgenommen werden. Hurra! Neuer Schwung für die Leitlinien!
Diese Website beinhaltet alles Wissenswerte rund um die Freiburger Leitlinien, spannende Anregungen und Material zur Mädchenarbeit sowie Aktuelles aus der AG Mädchen und den Ansprechpartnerinnen-Treffen.
Hier geht es direkt zu den Themen:
„Nach wie vor geht es darum, Mädchen zu ihrem Eigenen zu verhelfen, Selbstvertrauen zu stärken und Non-Konformes zu akzeptieren; Schwierigkeiten an Strukturen und nicht an den Mädchen selbst festzumachen. Wir müssen uns einmischen in die Kommune und (neuen) Raum erkämpfen für die Mädchenfrage, d.h. auch, die Leitlinien müssen neu zum Leben erweckt werden.“
Prof’in Dr’in Maria Bitzan
Vortrag auf dem Fachgespräch „Zukunft und Perspektiven der Mädchenarbeit und Mädchenpolitik“ Freiburg, 2010
Die AG Mädchen unterstützt Mädchenarbeit und Arbeit mit Mädchen durch
Vernetzung
= Raum und Zeit für Austausch der Fachkolleginnen und der Facharbeitskreise untereinander
Weiterentwicklung
= regelmäßige Fortbildungen, kollegiale Fallberatungen und Fachgespräche zu aktuellen Themen
Lobbyarbeit
= Mädchenpolitik machen, also die Anliegen von Mädchen und die Themen aus der Arbeit mit Mädchen im Austausch mit dem Kinder- und Jugendhilfeausschuss in kommunale Bedarfe übersetzen


